Letzte Woche war das Hauptthema das „Aktive Zuhören“. Heute betrachten wir die andere Seite der Medaille: das Sprechen. Das Wichtigste für den oder die Sprechende(n) ist die Informationsweitergabe. Wenn jemand nicht zuhört ist es offensichtlich, dass die Informationen nach dem Sender-Empfänger-Prinzip nicht ankommen. Doch es liegt nicht immer am Empfänger, dass Informationen nicht so ankommen, wie sie sollten. Auch der Sender sollte aktiv dafür sorgen, dass der Empfänger an diesen Informationen interessiert ist und diese unverfälscht auch ankommen. Was sollte man unterlassen, worauf sollte man achten und wie kann man die eigenen Fähigkeiten verbessern? Das erfahren Sie im Folgenden.

Die Don’ts des Sprechens

  • Lästern: Wenn Sie vor jemandem über andere Menschen lästern, hört dieser nicht mehr zu, da Sie ja gleich beim nächsten Gespräch auch über ihn lästern könnten.
  • Verurteilen: Wenn Sie Ihrem Gesprächspartner zeigen, dass Sie gerne über andere urteilen, wird dieser auch nicht die gewünschte Aufmerksamkeit schenken, da er auch in jeder Situation von Ihnen verurteilt werden könnte.
  • Pessimismus: Ihr Glas ist immer halb leer? Dann hören Ihnen andere Menschen nicht gerne zu, da Sie davon auch heruntergezogen werden. Bleiben Sie optimistisch, das zieht die Menschen an.
  • Beschwerden und Ausreden: Sollten Sie sich zu oft beschweren und stets Ausreden finden, folgen Ihnen andere auch nicht. Seien Sie stets lösungsorientiert und versuchen Sie immer das Beste aus jeder Situation zu machen.
  • Übertreibungen: Bleiben Sie auf dem Boden der Tatsachen und übertreiben Sie nicht. Übertreibungen werden schnell zur Lüge und Lügen schrecken jeden Gesprächspartner ab.
  • Dogmatismus: Verwechseln Sie nie von Tatsachen mit Meinungen. Jeder Mensch hat seine eigene Meinung und sobald Sie dogmatisch über Themen sprechen, wirkt es, als wollten Sie Ihrem Gegenüber Ihre Meinung aufzwingen. Dadurch fühlt man sich eingeengt in seiner eigenen Persönlichkeit.

Die Do’s des Sprechens

  • Ehrlichkeit: Bleiben Sie immer ehrlich und wahrheitsgemäß.
  • Authentizität und Integrität: Stehen Sie zu dem, was Sie sagen und wer Sie sind.
  • Liebe: Zeigen Sie den Menschen, dass Sie nur Gutes wollen. Auch wenn Sie Ihr Gegenüber evtl. kritisieren.

Ihre Stimme als Instrument

  • Tonlage: Durch eine tiefe Stimme zeigen Sie Stärke und Autorität. Versuchen Sie aus der Brust heraus zu reden.
  • Keine Monotonie: Monotone Sprache schreckt ab und langweilt. Sorgen Sie mit Ihrer Stimme für Abwechslung und ziehen Sie Ihre Zuhörer somit in Ihren Bann.
  • Geschwindigkeit und Lautstärke
    • Schnelligkeit und eine hohe Lautstärke sorgen für Spannung und Motivation
    • Langsames und leises Sprechen betont das Gesagte und fordert Ihre Zuhörer dazu auf, zuzuhören und sich zu konzentrieren.
    • Pausen: Zeigen Sie mit einem Moment für Stille einen Bruch in Ihrer „Geschichte“ und lassen Sie Ihre Worte bei Ihren Gesprächspartnern sacken.

Versuchen Sie die Tipps zum Zuhören und zum Sprechen anzuwenden und Sie werden Sehen, dass es immer weniger Missverständnisse geben wird. Weitere Tipps erhalten Sie von unseren Trainern bei einem unserer Teamtrainings.

Trauen Sie sich mit Empathie zu sprechen und man wird Ihnen zuhören!

Tipp: Nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit und schauen Sie sich folgenden Vortrag von Julian Treasure an:

Gabriel Koch